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Smart Materials sind sprichwörtlich eine Wissenschaft für sich. Einige der sich aus ihr ableitenden Fragen beantworten unsere Autorinnen und Autoren in der anspruchsvollen, aber knappen Form eines Essays.
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Für merlin werfen wir regelmäßig einen Blick hinter die Kulissen unserer Netzwerkmitglieder. So gewährt jeder Hausbesuch Einblicke in eine Welt, die normalerweise verborgen bleibt.
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Jede merlin-Ausgabe steht unter einem spannenden Thema, das den inhaltlichen Schwerpunkt bildet. Mit dazu passenden Artikeln erhalten Sie so einen Überblick über die wichtigsten Entwicklungen im Bereich der smart materials.
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Flexibler in die Zukunft mit NiTi-Legierungen — Warum die Zukunft des Materials jetzt erst anfängt

Nickel-Titan-Legierungen (NiTi-Legierungen) und ihre beeindruckenden Eigenschaften, wie Formgedächtnislegierungs-Effekt (FGL) und Superelastizität (SE), bieten nahezu grenzenlose Möglichkeiten für Innovation. Dafür, dass der technologische FGL-Fortschritt in unserer Gesellschaft seit dem Entdecken der ersten kommerzialisierbaren Legierungen in den 60er Jahren nur relativ langsam voranschreitet, gibt es viele Gründe. Denn in der Industrie halten sich hartnäckig Vorbehalte gegenüber der Verwendung von FGL.

AdaptBrace — Mit programmierbaren Materialien gelingt der Brückenschlag zwischen Serien- und Maßanfertigung in der Orthetik

In einer Welt, die zunehmend nach personalisierten Lösungen verlangt, schaffen programmierbare Materialien eine revolutionäre Verbindung zwischen industrieller Serienfertigung und individueller Anpassung. Ein eindrucksvolles Beispiel dieser Entwicklung zeigt sich in der Orthopädietechnik: Die adaptive Fußgelenksorthese „AdaptBrace“ überbrückt die Lücke zwischen Standardprodukt und maßgeschneiderter Lösung. Sie bietet dabei das Beste aus beiden Welten – Kosteneffizienz und perfekte Passform.

Grusswort

Liebes smart3-Netzwerk,
liebe Leserinnen und Leser des Merlin-Magazins,

es ist mir eine große Freude, das Grußwort zu der jetzt siebten Ausgabe des merlin-Magazins an Sie zu richten.

Ich bin Stefan Seelecke, Professor in der Fachrichtung Systems Engineering an der Universität des Saarlandes (UdS) und Mitgründer der Firma mateligent GmbH.

An der UdS leite ich den Lehrstuhl für Intelligente Materialsysteme (iMSL), der sich in der Forschung mit Aktor- / Sensorsystemen aus Formgedächtnislegierungen (FGL) und Elektroaktiven Polymeren (EAP) beschäftigt sowie mit der ebenfalls auf Formgedächtnismetallen und Polymeren beruhenden Elastokalorik, einer innovativen hochenergieeffizienten und absolut klimafreundlichen Heiz- und Kühltechnologie.

Hierbei ist uns neben der Grundlagenforschung vor allem der Anwendungsbezug wichtig, so haben wir in den letzten 10 Jahren über 120 bilaterale Projekte mit Industriepartnern aus den Bereichen Automobil-, Luftfahrt- und Medizintechnik sowie Industrieautomatisierung durchführen können.

Das Potenzial der smarten Materialien liegt dabei besonders in ihren hohen Energiedichten und Self-Sensing-Eigenschaften. So lassen sich etwa mit Formgedächtnismaterialien extrem leichte und kompakte Greifsysteme aufbauen, mit denen in einem Industrieprojekt bis zu 95 % Energieeinsparung im Vergleich zu druckluftbasierten Fertigungsabläufen erzielt werden konnte. Mit EAP-Aktoren andrerseits konnten Ventillösungen aufgebaut werden, die im Vergleich zu Standard-Elektromagnetantrieben nur 1/400 der Energie zum Öffnen und Schließen benötigten.

Durch die Energie- und Klimadiskussion ist in letzter Zeit die Elastokalorik von besonderem Interesse geworden. Die Technologie verspricht eine Größenordnung höhere Energieeffizienz gegenüber mit Dampfkompression betriebenen Kältemaschinen und Wärmepumpen sowie einen emissionsfreien Betrieb mit Zero-Global-Warming-Potential. Sie ist aus diesem Grund von der EU-Kommission und dem US-Energieministerium zur zukunftsträchtigsten Alternative zu Standardkältekompression benannt sowie vom World Economic Forum letztes Jahr in die Top Ten der Emerging Technologies gewählt worden. Das merlin-Magazin stellte die Technologie sehr anschaulich in seiner letzten Ausgabe vor.

Eine der größten Aufgaben ist jedoch die Sichtbarmachung all dieser hochinnovativen Technologien, denn in der allgemeinen Öffentlichkeit weiß kaum jemand von diesen Potenzialen und der führenden Rolle, welche die deutsche und europäische Forschung auf diesem Gebiet spielt. Außerdem müssen aus all den tollen Forschungsergebnissen schlussendlich Produkte entstehen, die unserer Wirtschaft helfen ihren Innovationsvorsprung wiederherzustellen.

Aus diesem Grunde sind die Aktivitäten des smart3-Netzwerks so wichtig. Entstanden aus einer Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung für die neuen Bundesländer hat sich smart3 mittlerweile zum größten europäischen Netzwerk für smart materials entwickelt. Weiterhin wurde letztes Jahr neben der Hauptgeschäftsstelle am Fraunhofer IWU in Dresden nun auch eine weitere Zweigstelle im Saarland unter der Leitung von Prof. Paul Motzki und Dr. Sophie Nalbach eröffnet, was mich natürlich besonders freut.

Zusätzlich hilft smart3 bei der Konsolidierung der vielen erfolgreichen Einzelinitiativen auf dem Feld der smart materials. Dazu gehören z.B. das Deutsche FGL-Netzwerk oder eine Zusammenarbeit mit dem VDI-Fachausschuss Smart Materials & Systems bei Expertenforen für die Industrie, ebenso wie Veranstaltungen wie der Smart Materials Summit.  Und natürlich das merlin-Magazin!!

All dies trägt immens zu einer besseren Sichtbarmachung bei. Weiter so!

Stefan Seelecke